Rund 80 Prozent aller Frauen tragen regelmäßig Farben, die ihrem Teint nicht schmeicheln. Das Ergebnis: Der Blick in den Spiegel wirkt müde, die Haut fahl, und das neue Oberteil landet nach zwei Wochen wieder im Schrank. Die gute Nachricht: Wer seinen Farbtyp kennt, spart nicht nur Geld, sondern sieht in der richtigen Palette sofort frischer und strahlender aus. In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen Jahreszeitentyp bestimmst, welche Farben zu Frühling, Sommer, Herbst und Winter passen und wie du deine Capsule Wardrobe farblich optimal aufbaust.
In diesem Artikel
- Es gibt 4 Grundtypen (Frühling, Sommer, Herbst, Winter), die sich in je 3 Untertypen aufteilen lassen
- Der Unterton der Haut (warm oder kühl) ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den Typen
- Ein einfacher Tuch-Test mit Gold- und Silberstoff liefert in 2 Minuten ein erstes Ergebnis
- Der Frühlingstyp strahlt in warmen, klaren Tönen wie Apricot und Koralle
- Der Sommertyp wirkt in kühlen, gedämpften Nuancen wie Rauchblau und Mauve am besten
- Mit der richtigen Farbpalette lassen sich Fehlkäufe um bis zu 60 Prozent reduzieren
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Farbtyp und warum ist er so wichtig
- Warm oder kühl: Den Unterton deiner Haut bestimmen
- Der Frühlingstyp: warme Klarheit und leuchtende Töne
- Der Sommertyp: kühle Eleganz in gedämpften Nuancen
- Der Herbsttyp: warme Tiefe und erdige Farben
- Der Wintertyp: kühle Kontraste und intensive Farben
- Farbtyp-Test: Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause
- Farbpalette in die Garderobe integrieren
- Häufige Fehler bei der Farbbestimmung vermeiden
Was ist ein Farbtyp und warum ist er so wichtig
Die Farbtyp-Lehre geht auf die Schweizer Künstlerin und Designerin Itten zurück und wurde in den 1980er-Jahren durch Carole Jackson populär. Die Grundidee: Jeder Mensch hat eine natürliche Farbgebung aus Hautton, Haarfarbe und Augenfarbe, die mit bestimmten Farbfamilien harmoniert. Diese Farbfamilien lassen sich den vier Jahreszeiten zuordnen.
Trägst du Farben, die zu deinem Typ passen, wirkt dein Gesicht ebenmäßiger, Augenringe treten weniger hervor und dein gesamtes Erscheinungsbild gewinnt an Ausstrahlung. Die falsche Farbe hingegen kann Rötungen betonen, den Teint gelblich erscheinen lassen oder dich schlicht blass wirken lassen. In meiner Arbeit als Stylistin erlebe ich immer wieder, wie ein einziger Farbwechsel beim Oberteil den gesamten Look verändert.
Die Farbberatung nach dem Jahreszeitenmodell unterscheidet zunächst zwischen warmem und kühlem Unterton. Danach wird zwischen hohem und niedrigem Kontrast differenziert. So ergeben sich die vier Grundtypen, die wiederum in je drei Untertypen unterteilt werden können (das sogenannte 12-Jahreszeiten-System).
Siehe auch Gold oder Silber: der Handgelenk-Test in zehn Sekunden
Warm oder kühl: Den Unterton deiner Haut bestimmen
Bevor du dich einem bestimmten Jahreszeitentyp zuordnest, musst du den Unterton deiner Haut herausfinden. Der Unterton ist unabhängig davon, ob du helle oder dunkle Haut hast. Er beschreibt die Grundfärbung unter der Oberfläche.
Test 1: Der Venen-Test. Betrachte die Innenseite deines Handgelenks bei Tageslicht. Schimmern deine Venen eher bläulich-violett, hast du einen kühlen Unterton. Wirken sie eher grünlich-olivfarben, ist dein Unterton warm. Bei einer Mischung spricht man von einem neutralen Unterton.
Test 2: Der Schmuck-Test. Halte dir ein Stück Goldschmuck und ein Stück Silberschmuck neben das Gesicht. Schmeichelt dir Gold mehr, bist du wahrscheinlich ein warmer Typ (Frühling oder Herbst). Sieht Silber besser aus, gehörst du zu den kühlen Typen (Sommer oder Winter).
Test 3: Der Weiß-Test. Halte ein reinweißes und ein cremefarbenes Tuch neben dein Gesicht. Warme Typen strahlen neben Creme, kühle Typen neben reinem Weiß.

Wichtig: Führe diese Tests immer bei natürlichem Tageslicht durch, am besten vor einem Fenster Richtung Norden. Kunstlicht verfälscht die Farben erheblich. Trage außerdem kein Make-up während des Tests und binde gefärbtes Haar mit einem neutralen Tuch zurück.
Der Frühlingstyp: warme Klarheit und leuchtende Töne
Der Frühlingstyp zeichnet sich durch einen warmen, klaren Gesamteindruck aus. Die Haut hat oft einen goldenen oder pfirsichfarbenen Unterton und neigt zu Sommersprossen. Die Haare reichen von Goldblond über Honigblond bis hin zu warmem Kupfer. Die Augen sind häufig Blau, Grün oder ein warmes Hellbraun.
Die besten Farben für den Frühlingstyp
- Apricot, Koralle und Lachsrosa statt kaltem Pink
- Warmweiß und Elfenbein statt Schneeweiß
- Maigrün, Grasgrün und Türkis statt Tannengrün
- Goldgelb, Sonnenblumengelb und Maisgelb
- Warmbraun, Camel und Cognac statt Schwarzbraun
Schwarz ist für den Frühlingstyp eine schwierige Farbe. Es lässt den warmen Teint oft hart und müde wirken. Besser eignet sich ein warmes Dunkelblau oder ein dunkles Schokobraun als Alternative für formelle Anlässe. Bei der Wahl deines Blazers solltest du auf diese Ersatzfarben setzen.
Auch bei der Zusammenstellung deiner Basics lohnt es sich, die Grundfarben auf deinen Typ abzustimmen. Ein Frühlingstyp fährt mit Camel, Creme und warmem Navy als Basisfarben deutlich besser als mit Grau und Schwarz.
Der Sommertyp: kühle Eleganz in gedämpften Nuancen
Der Sommertyp ist der häufigste Farbtyp in Mitteleuropa. Rund 40 Prozent der mitteleuropäischen Frauen gehören zu diesem Typ. Charakteristisch ist ein kühler, rosiger Hautunterton. Die Haare sind oft Aschblond, Aschbraun oder Mausgrau (mit kühlem, nicht goldigem Glanz). Die Augen zeigen sich in Blaugrau, Graugrün oder kühlem Braun.
Die besten Farben für den Sommertyp
- Rauchblau, Taubenblau und Jeansblau
- Mauve, Flieder und Lavendel
- Altrosa, Puderrosa und Beerentöne
- Mintgrün, Salbeigrün und gedämpftes Petrol
- Graublau, Silbergrau und Taupe
Der Sommertyp sollte intensive, leuchtende Farben wie knalliges Orange, Signalrot oder leuchtendes Gelb meiden. Diese Töne überstrahlen den zarten Teint. Stattdessen harmonieren gedeckte, pudrige Varianten der jeweiligen Farbe wunderbar.

Drei Untertypen werden beim Sommertyp unterschieden: der helle Sommer (besonders zarter Kontrast, am besten in Pastell), der kühle Sommer (deutlich rosiger Unterton, ideal in Blau- und Beerentönen) und der gedämpfte Sommer (leicht in Richtung Herbst tendierend, gut in Salbei und Taupe). Laut dem Verband österreichischer Farbberaterinnen gehört jede dritte Kundin zum gedämpften Sommertyp.
Siehe auch Welche Farben bei blassem Hautton wirken und welche auslöschen
Der Herbsttyp: warme Tiefe und erdige Farben
Der Herbsttyp bringt warme, tiefe Farben zum Leuchten. Die Haut zeigt einen goldenen bis olivfarbenen Unterton, oft mit deutlichen Sommersprossen. Typische Haarfarben reichen von Kupferrot über Kastanienbraun bis hin zu Dunkelbraun mit rotem Schimmer. Die Augen sind häufig Braun, Bernstein oder ein warmes Olivgrün.
Die besten Farben für den Herbsttyp
- Rostrot, Terrakotta und gebranntes Orange
- Senfgelb, Curry und Ocker
- Olivgrün, Moosgrün und Tannengrün
- Schokobraun, Mahagoni und Kastanie
- Petrol, Bordeaux und Aubergine
Der Herbsttyp ist der einzige Farbtyp, dem Khaki und Olivgrün wirklich gut stehen. Auch bei der Auswahl des Wintermantels sollte der Herbsttyp zu warmen Braun- und Rottönen greifen statt zum klassischen Schwarz. Ein blauer Mantel in Petrol kann ebenfalls eine hervorragende Wahl sein.
Vermeiden sollte der Herbsttyp kühle Pastellfarben wie Babyblau, kaltes Pink und Flieder. Auch reines Schwarz und Schneeweiß wirken zu hart und lassen den warmen Teint fahl erscheinen.
| Merkmal | Frühlingstyp | Sommertyp | Herbsttyp | Wintertyp |
|---|---|---|---|---|
| Unterton Haut | Warm, golden | Kühl, rosig | Warm, oliv | Kühl, bläulich |
| Typische Haarfarbe | Goldblond, Honig | Aschblond, Aschbraun | Kupfer, Kastanie | Schwarz, Dunkelbraun |
| Augenfarbe | Blau, Grün, Hellbraun | Blaugrau, Graugrün | Braun, Bernstein | Dunkelbraun, Eisblau |
| Beste Metallfarbe | Gold | Silber | Gold, Bronze | Silber, Platin |
| Basisfarben Garderobe | Camel, Creme, Navy | Taupe, Graublau, Mauve | Braun, Oliv, Bordeaux | Schwarz, Weiß, Navy |
| Farben meiden | Schwarz, kaltes Pink | Knallorange, Signalrot | Pastell, Schneeweiß | Erdtöne, Ocker |
| Häufigkeit in Mitteleuropa | Ca. 15 % | Ca. 40 % | Ca. 20 % | Ca. 25 % |
Der Wintertyp: kühle Kontraste und intensive Farben
Der Wintertyp lebt von starken Kontrasten. Die Haut ist entweder sehr hell (Porzellanteint) oder olivfarben bis dunkel, immer mit einem kühlen, bläulichen Unterton. Die Haare sind meist dunkelbraun bis schwarz, manchmal auch ein auffallend kühles Platinblond. Die Augen zeigen sich in Dunkelbraun, Schwarz oder einem intensiven Eisblau.
Die besten Farben für den Wintertyp
- Reines Schwarz und Schneeweiß (der einzige Typ, dem beides steht)
- Königsblau, Kobaltblau und Marineblau
- Magenta, Fuchsia und kühles Pink
- Smaragdgrün und Tannengrün
- Kirschrot, Weinrot und Eisviolett
Der Wintertyp ist der einzige Farbtyp, bei dem Schwarz-Weiß-Kombinationen perfekt funktionieren. Bei der Zusammenstellung der Kleidung nach Körperform kann der Wintertyp diese kontrastreichen Kombinationen gezielt einsetzen, um Proportionen zu betonen.
Meiden sollte der Wintertyp warme, erdige Töne wie Ocker, Senfgelb, Rostbraun und Camel. Auch pastellige, ausgewaschene Farben lassen den kontrastreichen Typ blass und unscheinbar wirken.

Farbtyp-Test: Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause
Für eine erste Einschätzung deines Farbtyps brauchst du keine professionelle Beratung. Mit diesem Selbsttest in 5 Schritten kommst du schon sehr nah an dein Ergebnis.
Schritt 1: Vorbereitung. Setze dich vor einen großen Spiegel an einem Platz mit natürlichem Tageslicht. Entferne Make-up, binde gefärbtes Haar zurück und lege eine weiße oder hellgraue Decke über die Schultern, damit die Farbe deiner Kleidung nicht ablenkt.
Schritt 2: Gold oder Silber. Halte ein goldenes und ein silbernes Tuch (oder Alufolie und goldenes Geschenkpapier) abwechselnd unter dein Kinn. Notiere, welches Metall dein Gesicht zum Strahlen bringt. Gold deutet auf Frühling oder Herbst, Silber auf Sommer oder Winter.
Schritt 3: Kontrast bestimmen. Betrachte den Kontrast zwischen deiner Haarfarbe, Augenfarbe und Hautfarbe. Ist der Kontrast hoch (z. B. dunkle Haare, helle Haut), tendierst du zu Frühling (bei warmem Unterton) oder Winter (bei kühlem Unterton). Ist der Kontrast niedrig, bist du eher Sommer oder Herbst.
Schritt 4: Tuch-Test. Halte verschiedene Farbtücher neben dein Gesicht. Vergleiche jeweils eine warme und eine kühle Variante derselben Farbe: Lachsrosa gegen kühles Rosa, Olivgrün gegen Mintgrün, Warmrot gegen Kirschrot. Notiere bei jeder Paarung, welche Seite besser aussieht.
Schritt 5: Auswertung. Zähle zusammen: Überwiegen warme Farben und Gold, bist du ein warmer Typ. Bei niedrigem Kontrast Frühling, bei hohem Kontrast Herbst. Überwiegen kühle Farben und Silber, bist du ein kühler Typ. Bei niedrigem Kontrast Sommer, bei hohem Kontrast Winter.
Professionelle Farbberatungen kosten in Österreich zwischen 80 und 200 Euro und dauern etwa 60 bis 90 Minuten. Dabei werden deutlich mehr Farbtücher (oft über 100) getestet, und du erhältst einen individuellen Farbpass zum Mitnehmen. Laut dem Verband der Stilberater Österreichs lohnt sich die Investition besonders, wenn du deine Garderobe komplett ausmisten und neu aufbauen möchtest.
Farbpalette in die Garderobe integrieren
Den eigenen Farbtyp zu kennen ist der erste Schritt. Der zweite ist, dieses Wissen beim Einkaufen und Kombinieren tatsächlich anzuwenden. So gelingt die Umsetzung:
Basisfarben festlegen. Wähle 3 bis 4 neutrale Basisfarben aus deiner Farbpalette. Diese bilden das Fundament deiner Garderobe: Hosen, Röcke, Blazer, Mäntel und Schuhe. Für den Frühlingstyp sind das etwa Camel, Creme und warmes Navy. Für den Wintertyp Schwarz, Weiß und kühles Dunkelblau.
Akzentfarben ergänzen. Dazu kommen 2 bis 3 Akzentfarben, die für Oberteile, Schals und Accessoires verwendet werden. Hier dürfen die Farben lebendiger sein: Koralle für den Frühlingstyp, Flieder für den Sommertyp, Rostrot für den Herbsttyp, Magenta für den Wintertyp.
Die 80/20-Regel. Etwa 80 Prozent deiner Kleidungsstücke sollten in deinen Basisfarben gehalten sein, 20 Prozent in Akzentfarben. So lässt sich nahezu alles miteinander kombinieren, und du brauchst deutlich weniger Teile im Schrank. Das passt perfekt zum Capsule-Wardrobe-Prinzip.
Übergangsstücke nutzen. Nicht jede Farbe in deinem Schrank muss perfekt zum Farbtyp passen. Teile, die weiter vom Gesicht entfernt getragen werden (Hosen, Röcke, Schuhe), haben weniger Einfluss auf deine Ausstrahlung. Besonders wichtig sind die Farben bei Oberteilen, Schals und Schmuck, also allem, was nah am Gesicht sitzt.
Wenn du Konfektionsgrößen umrechnen musst, weil du ein Stück in deiner Idealfarbe nur im Ausland findest, hilft dir unsere Tabelle weiter. Und sollte ein Kleidungsstück farblich perfekt, aber in der Passform nicht ideal sein, lohnt sich oft das Ändern lassen.
Häufige Fehler bei der Farbbestimmung vermeiden
In meiner Praxis sehe ich immer wieder dieselben Fehler, die zu einer falschen Farbtyp-Einschätzung führen:
Fehler 1: Test bei Kunstlicht. Glühbirnen und LED-Lampen verfälschen Farben erheblich. Der Venen-Test bei Neonlicht ist praktisch wertlos. Nutze ausschließlich natürliches Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Fehler 2: Gefärbte Haare als Grundlage nehmen. Dein Farbtyp richtet sich nach deiner natürlichen Haarfarbe. Wenn du seit Jahren färbst, denke an deine Kindheitsfotos oder betrachte den Haaransatz. Die Naturhaarfarbe ist entscheidend.
Fehler 3: Hautbräunung berücksichtigen. Nach dem Sommerurlaub sieht jede Farbe anders aus. Bestimme deinen Typ im Winter oder Frühjahr, wenn deine Haut ihren natürlichen Ton zeigt.
Fehler 4: Nur eine Farbe testen. Ein einzelnes Tuch sagt wenig aus. Teste immer mindestens 6 bis 8 Farben in warmen und kühlen Varianten, um ein zuverlässiges Muster zu erkennen.
Fehler 5: Lieblingsfarbe mit Farbtyp verwechseln. Nur weil du Rot liebst, heißt das nicht, dass dir jedes Rot steht. Es gibt warme Rottöne (Tomatenrot, Koralle) und kühle Rottöne (Kirschrot, Himbeerrot). Suche innerhalb deiner Palette nach der Variante deiner Lieblingsfarbe.
Auch der richtige Schnitt bei der Hose oder das passende Kleid bei großer Oberweite profitieren von der richtigen Farbwahl. Denn Farbe und Schnitt wirken immer zusammen.
Das Wichtigste
- Bestimme zuerst deinen Hautunterton mit dem Gold-Silber-Test bei natürlichem Tageslicht
- Wähle 3 bis 4 Basisfarben aus deiner Palette für Hosen, Blazer und Mäntel
- Achte besonders auf die Farben nah am Gesicht: Oberteile, Schals und Schmuck
- Ein professioneller Farbpass kostet in Österreich zwischen 80 und 200 Euro und verhindert Fehlkäufe
- Teste immer mindestens 6 Farben in warmen und kühlen Varianten für ein zuverlässiges Ergebnis
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich heraus, welcher Sommertyp ich bin?
Der Sommertyp unterteilt sich in drei Untertypen: den hellen Sommer, den kühlen Sommer und den gedämpften Sommer. Der helle Sommer hat besonders wenig Kontrast zwischen Haut, Haaren und Augen und sieht in Pastelltönen am besten aus. Der kühle Sommer hat einen deutlich rosigen Unterton und strahlt in Blau- und Beerentönen. Der gedämpfte Sommer tendiert leicht zum Herbsttyp und harmoniert mit Salbeigrün und Taupe. Teste verschiedene Blau- und Rosanuancen neben deinem Gesicht: die Variante, die dich am frischesten wirken lässt, verrät deinen Untertyp.
Für einen Selbsttest brauchst du natürliches Tageslicht, einen Spiegel und verschiedenfarbige Tücher oder Kleidungsstücke. Beginne mit dem Gold-Silber-Test, um festzustellen, ob du ein warmer oder kühler Typ bist. Danach bestimmst du den Kontrast zwischen Haut, Haaren und Augen. Halte anschließend jeweils eine warme und eine kühle Variante derselben Farbe neben dein Gesicht und notiere, welche Seite besser aussieht. Für ein präziseres Ergebnis empfiehlt sich eine professionelle Farbberatung mit über 100 Analysetüchern.Wie kann ich meinen Jahreszeiten-Farbtyp testen?
Der entscheidende Unterschied liegt im Unterton der Haut. Der Frühlingstyp hat einen warmen, goldenen Unterton; der Sommertyp einen kühlen, rosigen. Halte ein goldenes und ein silbernes Tuch neben dein Gesicht: Schmeichelt Gold, bist du eher Frühlingstyp; schmeichelt Silber, eher Sommertyp. Auch die Haarfarbe gibt Hinweise: goldblonde oder honigfarbene Haare deuten auf Frühling, aschblonde oder aschbraune auf Sommer.Bin ich ein Frühlingstyp oder ein Sommertyp?
Der Herbsttyp sollte kühle Pastellfarben wie Babyblau, kaltes Rosa und Flieder meiden. Auch reines Schwarz und Schneeweiß wirken zu hart und lassen den warmen Teint fahl erscheinen. Stattdessen eignen sich dunkle Alternativen wie Schokobraun, Bordeaux und Tannengrün als neutrale Basisfarben. Auch Neonfarben und grelle kühle Töne sind für diesen Farbtyp ungünstig.Welche Farben sollte ich als Herbsttyp unbedingt meiden?
Der grundlegende Farbtyp, also der Unterton der Haut, bleibt ein Leben lang gleich. Was sich ändern kann, ist der Kontrast: Wenn Haare ergrauen, verschiebt sich das Kontrastverhältnis, und bestimmte Farbintensitäten können besser oder schlechter wirken. Auch hormonelle Veränderungen können den Hautton leicht beeinflussen. Eine Neubestimmung lohnt sich daher etwa alle 10 bis 15 Jahre oder nach größeren Veränderungen wie dem Ergrauen der Haare.Kann sich mein Farbtyp im Laufe des Lebens verändern?
Eine professionelle Farbberatung in Österreich kostet zwischen 80 und 200 Euro, je nach Anbieter, Dauer und Umfang. Eine Standardberatung dauert 60 bis 90 Minuten und beinhaltet die Analyse mit professionellen Farbtüchern sowie einen persönlichen Farbpass zum Mitnehmen. Manche Beraterinnen bieten auch kombinierte Farb- und Stilberatungen an, die zwischen 150 und 350 Euro kosten und zusätzlich Schnittempfehlungen für die jeweilige Körperform umfassen.Was kostet eine professionelle Farbberatung in Österreich?
Modeberaterin und Stylistin aus Wien mit über 10 Jahren Erfahrung in der Modebranche. Lena teilt ihre Expertise zu Trends, Stil-Basics und nachhaltiger Mode für jeden Tag.
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