In diesem Artikel
- Ein stilvolles Hochzeitsgast Outfit gibt es bereits ab 80 bis 250 Euro, je nach Marke und Material
- Die Farben Salbei, Rosé und Mitternachtsblau gehören 2026 zu den beliebtesten Tönen für Hochzeitsgäste
- Wer auf Zweiteiler statt Kleid setzt, kann die Einzelteile danach vielseitig weitertragen
- Bei einer Sommerhochzeit im Freien empfehle ich Blockabsätze oder Wedges statt Stilettos
- Ein durchdachtes Accessoire-Set aus maximal 3 Schmuckstücken wirkt eleganter als viele Einzelteile
- Nachhaltige Alternativen wie Mietmode oder Second-Hand-Designerkleider schonen das Budget und die Umwelt
Inhaltsverzeichnis
- Dresscode richtig deuten: Vom Casual bis Black Tie
- Farben und Muster für Hochzeitsgäste: Was geht, was nicht
- Die besten Hochzeitsgast Outfits nach Jahreszeit
- Kleid, Jumpsuit oder Zweiteiler: Welcher Schnitt passt zu dir
- Accessoires und Schuhe: Das perfekte Finishing
- Nachhaltige Optionen für Hochzeitsgäste
- Budget-Guide: Stilvolle Looks für jedes Portemonnaie
- Typische Styling-Fehler als Hochzeitsgast vermeiden
Als Modeberaterin in Wien werde ich jedes Jahr ab Frühling mit derselben Frage konfrontiert: Was ziehe ich als Hochzeitsgast an? Die Einladung liegt auf dem Tisch, die Vorfreude ist groß, doch der Blick in den Kleiderschrank sorgt oft für Ratlosigkeit. Ich verstehe das gut, denn die Auswahl des richtigen Hochzeitsgast Outfits ist tatsächlich eine kleine Kunst. Es geht darum, stilvoll und festlich aufzutreten, ohne dem Brautpaar die Show zu stehlen.
In meinen über zehn Jahren als Stylistin habe ich Hunderte Kundinnen für Hochzeiten eingekleidet. Dabei habe ich gelernt, dass das perfekte Outfit nicht zwingend teuer sein muss, sondern vor allem zum Anlass, zur Location und zur eigenen Persönlichkeit passen sollte. In diesem umfassenden Guide teile ich mein gesamtes Wissen mit dir, damit du bei der nächsten Hochzeitsfeier selbstbewusst und stilvoll auftrittst.
Dresscode richtig deuten: Vom Casual bis Black Tie
Der erste Schritt zum perfekten Hochzeitsgast Outfit beginnt nicht im Geschäft, sondern bei der Einladungskarte. Immer mehr Paare geben einen Dresscode an, und es ist wichtig, diesen ernst zu nehmen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Lieber etwas overdressed als underdressed erscheinen.
Bei einem „Festlich“ oder „Semi-formal“ Dresscode, der in Österreich am häufigsten vorkommt, bist du mit einem eleganten Cocktailkleid in Midi-Länge, einem stilvollen Zweiteiler oder einem Jumpsuit bestens beraten. Knielange Kleider funktionieren hier genauso gut wie wadenlange Modelle. Wichtig ist, dass der Look gepflegt und durchdacht wirkt.
Steht „Black Tie“ auf der Einladung, greifst du zum bodenlangen Abendkleid. Hier darf es ruhig glamourös werden, mit fließenden Stoffen, dezenten Pailletten oder edlen Drapierungen. „Casual“ oder „Garden Party“ bedeutet hingegen, dass du auch mit einem hübschen Sommerkleid, einer Bluse mit elegantem Rock oder einem lässig-schicken Hosenanzug richtig liegst.

Wenn kein Dresscode angegeben ist, orientiere ich mich immer an der Location und der Uhrzeit. Eine Hochzeit im Schloss verlangt nach mehr Eleganz als eine Feier im Gastgarten. Eine Abendhochzeit darf festlicher ausfallen als eine Zeremonie am Vormittag. Im Zweifelsfall empfehle ich meinen Kundinnen, direkt beim Brautpaar nachzufragen; das zeigt Respekt und Interesse.
Farben und Muster für Hochzeitsgäste: Was geht, was nicht
Die Farbwahl ist beim Hochzeitsgast Outfit ein sensibles Thema, und hier gibt es einige ungeschriebene Regeln, die ich in meiner Beratung immer wieder betone. Die wichtigste: Weiß, Elfenbein und Cremeweiß sind tabu. Das gilt auch für Kleider, die auf Fotos weiß wirken könnten, etwa sehr helles Champagner oder Nude-Töne bei heller Haut.
Auch komplett schwarze Outfits betrachte ich mit Vorsicht. In Wien mag Schwarz als Allrounder gelten, doch bei einer Hochzeit kann es schnell nach Trauerfeier aussehen. Wenn du auf Schwarz nicht verzichten möchtest, kombiniere es mit farbigen Accessoires, einem bunten Schal oder auffälligem Schmuck, damit der Look festlich und nicht düster wirkt.
Zu den Trendfarben 2026 für Hochzeitsgäste zähle ich:
- Salbeigrün: Natürlich, elegant und zu fast jedem Hautton schmeichelhaft
- Rosé und Altrosa: Zeitlos romantisch, perfekt für Frühlings- und Sommerhochzeiten
- Mitternachtsblau: Die elegante Alternative zu Schwarz
- Lavendel: Frisch, modern und sehr feminin
- Terrakotta: Warm und perfekt für Herbsthochzeiten
- Smaragdgrün: Luxuriös und ausdrucksstark
Bei Mustern rate ich zu zurückhaltenden floralen Prints, dezenten geometrischen Mustern oder Ton-in-Ton-Strukturen. Sehr großflächige, bunte Muster können schnell unruhig wirken und auf Fotos ungünstig aussehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt ein einfarbiges Outfit und setzt mit Accessoires Akzente.
| Farbe | Geeignet für | Saison | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Salbeigrün | Gartenhochzeit, Standesamt | Frühling/Sommer | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Mitternachtsblau | Abendhochzeit, Black Tie | Ganzjährig | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Rosé/Altrosa | Standesamt, Kirchliche Trauung | Frühling/Sommer | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Lavendel | Gartenhochzeit, Casual | Frühling/Sommer | ⭐⭐⭐⭐ |
| Terrakotta | Scheunenhochzeit, Rustikal | Herbst | ⭐⭐⭐⭐ |
| Smaragdgrün | Festliche Abendhochzeit | Herbst/Winter | ⭐⭐⭐⭐ |
| Schwarz (mit Farbtupfer) | Formelle Abendhochzeit | Herbst/Winter | ⭐⭐⭐ |
| Rot (leuchtend) | Mit Vorsicht, kann ablenken | Ganzjährig | ⭐⭐ |
Die besten Hochzeitsgast Outfits nach Jahreszeit
Die Jahreszeit bestimmt maßgeblich, welches Hochzeitsgast Outfit die richtige Wahl ist. Ich erlebe immer wieder, dass Kundinnen diesen Faktor unterschätzen und dann bei einer Winterhochzeit im dünnen Sommerkleid frieren oder bei einer Augusthochzeit im schweren Stoff schwitzen.
Frühling: Leichte Eleganz
Frühlingshochzeiten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue. Die Natur erwacht, und das spiegelt sich auch in der Mode wider. Ich empfehle fließende Midi-Kleider aus Chiffon oder Georgette, gerne mit dezenten Blumenprints. Die Farbpalette darf pastellig sein: Flieder, zartes Gelb, Hellblau oder Rosé. Plane unbedingt eine leichte Jacke oder einen Pashmina-Schal ein, denn abends kann es noch frisch werden. Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad erfordern vorausschauendes Layering.
Sommer: Frisch und festlich
Sommerhochzeiten in Österreich finden häufig im Freien statt, auf Weingütern, in Schlossgärten oder am See. Hier ist Atmungsaktivität entscheidend. Leinen, Baumwollsatin und leichter Seidenmix sind ideale Materialien. Achte auf eine Länge, die bequem ist; wadenlange oder Midi-Kleider sind perfekt. Ein leichter, breitkrempiger Hut kann bei einer Zeremonie in der Sonne nicht nur schick, sondern auch praktisch sein. Vermeide zu enge Schnitte, denn bei über 30 Grad ist Bewegungsfreiheit Gold wert.

Herbst: Warme Töne und edle Stoffe
Der Herbst bietet die schönste Farbpalette für Hochzeitsgäste. Burgunder, Waldgrün, Senfgelb und Terrakotta harmonieren wunderbar mit der Natur. Materialien wie Samt, schwerer Seidensatin oder feiner Strick sind jetzt genau richtig. Ein eleganter Blazer oder eine leichte Stola vervollständigen den Look. Ich empfehle meinen Kundinnen für Herbsthochzeiten gerne Midi-Kleider mit langen Ärmeln oder schulterbedeckende Schnitte, die auch bei kühlerem Wetter elegant wirken.
Winter: Glamour mit Wärme
Winterhochzeiten haben einen ganz besonderen Charme, und das Outfit darf das widerspiegeln. Dunklere Farben wie Mitternachtsblau, Pflaume oder dunkles Smaragdgrün kommen jetzt zum Einsatz. Schwere, fließende Stoffe, Samt und Brokat sind ideal. Ein eleganter Mantel gehört dazu; ich rate zu einem Modell, das bis zum Knie reicht und zum Outfit passt. Strumpfhosen in Hautfarbe oder im passenden Ton zum Kleid sind ein Muss. Wer sich von meinen allgemeinen Tipps zur Capsule Wardrobe inspirieren lässt, findet dort auch Grundlagen für vielseitig einsetzbare Festtagsgarderobe.
Kleid, Jumpsuit oder Zweiteiler: Welcher Schnitt passt zu dir
Die Frage nach dem richtigen Schnitt ist für mich als Stylistin eine der spannendsten. Denn hier geht es nicht nur um Trends, sondern um Körperform, persönlichen Stil und Wohlfühlfaktor. Ich sage meinen Kundinnen immer: Das schönste Outfit ist das, in dem du dich selbst fühlst.
Das klassische Kleid
Ein Kleid bleibt der Klassiker unter den Hochzeitsgast Outfits. A-Linien-Kleider schmeicheln praktisch jeder Figur, da sie die Taille betonen und nach unten locker fallen. Wickelkleider sind mein persönlicher Favorit für Kundinnen, die ihre Kurven elegant betonen möchten; sie passen sich an verschiedene Körperformen an und sehen dabei immer schick aus. Etuikleider sind perfekt für einen modernen, minimalistischen Look, erfordern aber eine gute Passform.
Bei der Länge empfehle ich für die meisten Hochzeiten die Midi-Länge, also zwischen Knie und Knöchel. Sie ist elegant, alltagstauglich und sitzt auf Fotos immer gut. Knielange Kleider funktionieren bei lockereren Feiern, bodenlange Modelle bei formellen Abendhochzeiten.
Der Jumpsuit: Modern und selbstbewusst
Jumpsuits haben sich in den letzten Jahren als echte Alternative zum Kleid etabliert. Ich empfehle sie besonders Frauen, die sich in Kleidern unwohl fühlen oder einen modernen, selbstbewussten Statement-Look suchen. Wichtig beim Jumpsuit als Hochzeitsgast Outfit: Er sollte aus einem fließenden, edlen Stoff gefertigt sein, etwa Satin, Crêpe oder Georgette. Eine schöne Taillierung, sei es durch einen Gürtel oder den Schnitt selbst, sorgt für eine feminine Silhouette. Weite Hosenbeine wirken eleganter als enge, und ein dezenter Ausschnitt verleiht dem Ganzen Festlichkeit.
Der Zweiteiler: Flexibel und nachhaltig
Zweiteiler sind aus meiner Sicht die smarteste Investition für Hochzeitsgäste. Eine elegante Bluse mit einem fließenden Midirock oder ein schicker Blazer mit einer Stoffhose lassen sich nach der Hochzeit einzeln weitertragen. Für rund 60 Prozent meiner Kundinnen ist der Zweiteiler inzwischen die erste Wahl, weil er Vielseitigkeit mit Eleganz verbindet. Achte darauf, dass beide Teile farblich harmonieren und der Look als Ganzes festlich wirkt.
Accessoires und Schuhe: Das perfekte Finishing
In meiner Arbeit als Stylistin sage ich immer: Accessoires machen aus einem guten Outfit ein großartiges. Gleichzeitig gilt das Prinzip „Weniger ist mehr“, besonders bei einer Hochzeit, wo du nicht mit dem Brautpaar konkurrieren solltest.
Schmuck
Ich empfehle die Dreier-Regel beim Schmuck: Wähle maximal drei Schmuckstücke, etwa Ohrringe, ein Armband und einen Ring, oder eine Kette, Ohrringe und eine elegante Uhr. Statement-Ohrringe können ein schlichtes Kleid aufwerten, während bei einem gemusterten Outfit dezenter Schmuck die bessere Wahl ist. Gold- und Silbertöne sollten nach Möglichkeit nicht gemischt werden, außer du trägst bewusst einen Bicolor-Look.
Taschen
Eine Clutch oder kleine Umhängetasche ist bei einer Hochzeit die richtige Wahl. Sie sollte groß genug sein für Handy, Lippenstift, Taschentücher und Ausweisdokument, aber nicht so groß, dass sie klobig wirkt. Farblich kann die Tasche zum Schuh passen oder einen bewussten Kontrast zum Outfit setzen. Metallische Clutches in Gold oder Silber sind vielseitige Begleiter, die zu fast jedem Look passen.
Schuhe
Die Schuhwahl hängt stark von der Location ab. Für Gartenhochzeiten und Feiern auf Rasen empfehle ich Blockabsätze, Wedges oder elegante flache Sandalen; Stilettos versinken im Gras und werden zur Qual. Bei Indoor-Hochzeiten darf es ein eleganter Pumps mit 5 bis 8 Zentimetern Absatz sein. Generell rate ich: Trage die Schuhe vorher mindestens einen Abend lang ein. Nichts ruiniert einen schönen Abend schneller als schmerzende Füße. Für den Notfall empfehle ich, ein Paar faltbare Ballerinas in der Tasche zu haben.

Kopfbedeckungen und Haarschmuck
Bei formellen Hochzeiten, besonders bei kirchlichen Zeremonien oder Hochzeiten mit britischem Einfluss, kann ein Fascinator oder ein eleganter Hut den Look perfektionieren. Haarschmuck wie zarte Haarspangen, Perlennadeln oder ein Seidenband im Haar eignen sich für einen romantischen Look. Achte darauf, dass der Haarschmuck zum Stil des Outfits passt und nicht zu brautähnlich wirkt.
Nachhaltige Optionen für Hochzeitsgäste
Nachhaltigkeit liegt mir als Modeberaterin besonders am Herzen, und gerade bei Hochzeitsgast Outfits gibt es wunderbare Möglichkeiten, stilvoll und umweltbewusst zugleich zu sein. Denn seien wir ehrlich: Wie oft trägt man ein festliches Kleid wirklich? Laut einer Studie tragen Frauen ein Hochzeitsgastkleid im Durchschnitt nur 1,5 Mal, bevor es im Schrank verschwindet.
Mietmode
Plattformen wie Myonbelle, Unown oder Dresscoded bieten hochwertige Designerkleider zur Miete an. Für einen Bruchteil des Kaufpreises trägst du ein Outfit, das sonst mehrere Hundert Euro kosten würde. Die Auswahl ist inzwischen enorm, und die Abwicklung unkompliziert: Kleid bestellen, tragen, zurückschicken. Preislich liegt man bei 30 bis 80 Euro für ein Wochenende.
Second-Hand und Vintage
Vintage-Kleider sind nicht nur nachhaltig, sondern auch garantiert einzigartig. In Wien gibt es fantastische Second-Hand-Boutiquen mit kuratierten Festmode-Abteilungen. Online bieten Plattformen wie Vestiaire Collective oder Vinted eine riesige Auswahl. Mein Tipp: Beginne mindestens 6 Wochen vor der Hochzeit mit der Suche, damit genug Zeit für eventuelle Änderungen bleibt.
Bewusster Neukauf
Wenn du neu kaufst, achte auf Qualität statt Quantität. Ein gut verarbeitetes Kleid aus nachhaltig produzierten Materialien hält Jahre und kann zu verschiedenen Anlässen getragen werden. Labels, die auf ökologische Produktion setzen, erkennst du an Siegeln wie GOTS, OEKO-TEX oder Fair Trade. Investiere lieber in ein hochwertiges Stück als in mehrere günstige Fast-Fashion-Teile. Wer sich generell für eine nachhaltigere Garderobe interessiert, findet in unserem Beitrag zur Capsule Wardrobe wertvolle Grundlagen.
Budget-Guide: Stilvolle Looks für jedes Portemonnaie
Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein stilvolles Hochzeitsgast Outfit automatisch teuer sein muss. Ich berate Kundinnen mit ganz unterschiedlichen Budgets und kann versichern: Stil hat keinen festen Preis. Entscheidend sind Passform, Stoffqualität und das Gesamtbild.
| Budget | Outfit-Strategie | Beispiel-Zusammenstellung | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| Sparsam | Mietmode oder Second-Hand | Gemietetes Designerkleid + eigene Schuhe + Modeschmuck | 50 bis 100 Euro |
| Mittel | Mix aus Neu und Bestand | Neues Kleid (Midrange) + vorhandene Accessoires + neue Clutch | 100 bis 200 Euro |
| Komfortabel | Gezielter Neukauf | Hochwertiges Kleid + neue Schuhe + Schmuck-Upgrade | 200 bis 400 Euro |
| Premium | Komplett-Styling | Designer-Outfit + neue Schuhe + Clutch + feiner Schmuck | 400 bis 800 Euro |
Mein wichtigster Spartipp: Prüfe zuerst deinen eigenen Kleiderschrank. Oft lässt sich mit neuen Accessoires, einer frischen Kombination oder einer kleinen Änderung beim Schneider ein vorhandenes Stück in ein perfektes Hochzeitsgast Outfit verwandeln. Eine professionelle Änderung kostet zwischen 20 und 60 Euro und kann Wunder wirken.
Für Frauen, die mehrere Hochzeiten pro Saison besuchen, empfehle ich die Baukasten-Strategie: Investiere in zwei bis drei hochwertige Basisteile (etwa einen eleganten Rock, eine schöne Hose und einen edlen Blazer) und variiere sie mit verschiedenen Oberteilen und Accessoires. So entsteht jedes Mal ein neuer Look, ohne dass du jedes Mal komplett neu einkaufen musst.
Typische Styling-Fehler als Hochzeitsgast vermeiden
In meinen Jahren als Stylistin habe ich einige wiederkehrende Fehler beobachtet, die selbst modebewusste Frauen bei Hochzeiten machen. Hier sind die häufigsten Stolperfallen und wie du sie umgehst:
Fehler 1: Zu freizügig kleiden. Eine Hochzeit ist kein Clubbesuch. Tiefe Ausschnitte, sehr kurze Röcke oder transparente Stoffe ohne Unterkleid sind fehl am Platz. Die Faustregel: Entweder Bein zeigen oder Dekolleté, aber nicht beides gleichzeitig.
Fehler 2: Dem Brautpaar die Show stehlen. Leuchtend rote Kleider, überdimensionaler Schmuck oder extravagante Hüte können auf Fotos mehr Aufmerksamkeit auf dich lenken als auf das Brautpaar. Halte dich mit Extravaganz zurück und bedenke: An diesem Tag stehen zwei andere Menschen im Mittelpunkt.
Fehler 3: Unpassende Schuhe. Ich habe schon Frauen gesehen, die auf einer Berghochzeit in 12-Zentimeter-Stilettos erschienen sind. Informiere dich vorher über die Location und wähle entsprechend praktisches Schuhwerk. Es gibt wunderschöne elegante Schuhe mit bequemen Absätzen.
Fehler 4: Keine Reserve einplanen. Wetter kann umschlagen, Getränke können verschüttet werden, und Tanzeinlagen fordern ihren Tribut. Packe immer einen Notfall-Kit ein: Pflaster für die Füße, ein Fleckenstift, Sicherheitsnadeln und ein kleines Nähset können den Abend retten.
Fehler 5: Last-Minute-Käufe. Wer erst zwei Tage vor der Hochzeit einkauft, kauft unter Zeitdruck und oft das Falsche. Ich empfehle, spätestens 3 bis 4 Wochen vorher das Outfit komplett zusammenzustellen, inklusive aller Accessoires. So bleibt Zeit für Änderungen und du fühlst dich am Tag selbst entspannt.
Fehler 6: Die Probe vergessen. Trage das komplette Outfit inklusive Unterwäsche, Schuhe und Accessoires mindestens einmal zu Hause. Setz dich hin, tanze ein paar Schritte, beuge dich vor. So entdeckst du unschöne Falten, rutschende Träger oder knifflige Reißverschlüsse rechtzeitig und nicht erst auf der Feier.
Das Wichtigste
- Kläre den Dresscode und die Location vor dem Einkauf, um Fehlkäufe zu vermeiden
- Setze auf maximal 3 Schmuckstücke für ein elegantes, nicht überladenes Erscheinungsbild
- Stelle dein Outfit mindestens 3 Wochen vor der Hochzeit komplett zusammen und trage es einmal zur Probe
- Wähle Schuhe passend zur Location: Blockabsätze oder Wedges für Outdoor-Feiern, Pumps für Indoor-Events
- Prüfe deinen Kleiderschrank zuerst und nutze Mietmode oder Second-Hand als nachhaltige und budgetfreundliche Alternativen
Häufig gestellte Fragen
Welche Farben sollte man als Hochzeitsgast vermeiden?
Weiß, Elfenbein, Cremeweiß und sehr helle Nudetöne sind als Hochzeitsgast absolut tabu, da sie der Braut vorbehalten sind. Komplett schwarze Outfits ohne farbige Akzente können zu düster wirken. Sehr grelle Farben wie leuchtendes Rot oder Neonfarben sollten ebenfalls vermieden werden, da sie auf Fotos zu dominant wirken und vom Brautpaar ablenken können. Greife stattdessen zu eleganten Tönen wie Salbeigrün, Mitternachtsblau, Rosé oder Lavendel.
Darf man als Hochzeitsgast einen Jumpsuit tragen?
Ja, ein Jumpsuit ist eine wunderbare und moderne Alternative zum klassischen Kleid. Wichtig ist, dass er aus einem hochwertigen, fließenden Stoff wie Satin, Crêpe oder Georgette besteht und eine elegante Silhouette hat. Achte auf eine betonte Taille und weite Hosenbeine für einen festlichen Look. Mit den richtigen Accessoires, etwa Statement-Ohrringen und einer schicken Clutch, steht der Jumpsuit einem Kleid in nichts nach. Bei sehr formellen Black-Tie-Hochzeiten empfehle ich jedoch eher ein bodenlanges Kleid.
Was kostet ein stilvolles Hochzeitsgast Outfit?
Ein stilvolles Hochzeitsgast Outfit muss nicht teuer sein. Mit Mietmode kommst du bereits ab 30 bis 80 Euro an ein hochwertiges Designerkleid. Second-Hand-Kleider bieten ebenfalls tolle Optionen zu reduzierten Preisen. Wer neu kaufen möchte, findet bei Midrange-Marken schöne Kleider zwischen 80 und 200 Euro. Mit Accessoires und Schuhen liegt das Gesamtbudget für ein komplettes Outfit typischerweise zwischen 100 und 400 Euro, je nach gewählter Strategie. Mein Tipp: Oft reicht es, vorhandene Garderobe mit neuen Accessoires aufzufrischen.
Welche Schuhe eignen sich für eine Hochzeit im Freien?
Für Outdoor-Hochzeiten auf Rasen oder Kies empfehle ich Blockabsätze, Wedges oder elegante flache Sandalen. Stilettos versinken im weichen Boden und werden schnell zur Qual. Espadrilles mit Keilabsatz sind eine sommerliche Option, die Eleganz mit Komfort verbindet. Generell sollte der Absatz nicht höher als 5 bis 7 Zentimeter sein. Trage die Schuhe vorher ein und packe für den Notfall faltbare Ballerinas ein, damit du die Tanzfläche unbeschwert genießen kannst.
Kann man als Hochzeitsgast ein langes Kleid tragen?
Ein bodenlanges Kleid ist bei Abendhochzeiten mit Black-Tie-Dresscode sogar erwünscht und die eleganteste Wahl. Bei formellen Hochzeiten in festlichen Locations wie Schlössern oder Ballsälen passt ein langes Kleid ebenfalls perfekt. Bei lockereren Feiern, Gartenhochzeiten oder Standesamttrauungen kann ein bodenlanges Kleid jedoch overdressed wirken. Hier ist die Midi-Länge die sicherere Wahl. Orientiere dich immer am angegebenen Dresscode und an der Location, um die passende Länge zu finden.
Wie finde ich das richtige Hochzeitsgast Outfit für meine Figur?
Die Wahl des richtigen Schnitts ist entscheidender als jeder Trend. A-Linien-Kleider schmeicheln fast jeder Figur, da sie die Taille betonen und locker über die Hüften fallen. Wickelkleider eignen sich hervorragend für kurvige Figuren, da sie sich anpassen und die Sanduhr-Silhouette betonen. Etuikleider wirken besonders an schlanken, geraden Figuren elegant. Bei einer kräftigen Oberweite empfehle ich V-Ausschnitte, die strecken und schmeicheln. Der wichtigste Ratschlag: Probiere das Outfit komplett an, bewege dich darin und achte darauf, dass du dich wohlfühlst, denn Selbstbewusstsein ist das schönste Accessoire.
Modeberaterin und Stylistin aus Wien mit über 10 Jahren Erfahrung in der Modebranche. Lena teilt ihre Expertise zu Trends, Stil-Basics und nachhaltiger Mode für jeden Tag.